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Freitag 25. Dezember 2020 07:00Alter: 28 days

Kulturelle Vielfalt bei Schweizer

+ + + So verbringen wir die Feiertage

So unterschiedlich die Kulturen, aus denen wir stammen, so abwechslungsreich sind auch die Traditionen, mit denen wir Weihnachten feiern – oder eben auch nicht. Bei der Ernst Schweizer AG arbeiten 450 Mitarbeitende aus 27 Nationen. Ein paar von ihnen verraten, wie sie die Feiertage verbringen. Sie stehen für die kulturelle Vielfalt, die unser Unternehmen ausmacht, und auf die wir stolz sind.  

 

 

Maschinenoperateurin Shopearon Pin und ihr Mann, CNC-Programmierer Poun Pin, stammen aus Kambodscha. Obwohl sie Buddhisten sind, feiern sie Weihnachten als Familienfest – ihren beiden Kindern zuliebe.

 

«Uns gefällt Weihnachten sehr, wir finden es schön mit all den Lichtern und der Dekoration. Die Leute sind alle froh, und wir sind es auch. Aber für uns Buddhisten hat Weihnachten keine religiöse Bedeutung. Trotzdem feiern wir Weihnachten als Familienfest, seit wir Kinder haben. So machen es auch andere Kambodschaner, die in der Schweiz leben. Wir haben zuhause sogar einen ganz kleinen Weihnachtsbaum, und es gibt auch Geschenke. Wir finden es wichtig, dass unsere Kinder beide Kulturen kennen. Sie sind hier in der Schweiz geboren, deshalb sollen sie auch an der Schweizer Kultur teilhaben. Die Kinder lieben es. Und natürlich geniessen wir die gemeinsame Zeit als Familie.»

 

 

Nik Fischer, Teamleiter Profilbearbeitung, feiert mit seiner Familie traditionelle Weihnachten. Dabei wird viel musiziert.

 

 

 «Wir fiebern die ganze Adventszeit auf Weihnachten hin. Die Feier ist bei uns ganz traditionell: grosses Essen, Christbaum, Lieder singen, das ganze Programm. Das Schönste am Fest ist für mich die Familienzusammenkunft. Das Essen ist wichtig, aber wir machen meistens etwas Einfaches, damit niemand den ganzen Tag in der Küche stehen muss. Tischgrill oder Fondue Chinoise sind die Klassiker. Normalerweise feiern wir in der Grossfamilie und rotieren jedes Jahr zwischen den einzelnen Familien. Schade, dass die Weihnachtsfeier dieses Jahr nicht im gewohnten Rahmen möglich ist. Aber Weihnachten bedeutet, füreinander da zu sein. Und das geht trotz Corona, man muss sich nur anpassen. Als Kirchgänger sind für mich auch die Geburt Jesu und die Weihnachtsbotschaft ganz wichtig. Ich singe auch während des Jahres in einer christlichen Band, deshalb begleitet Musik uns durch die Feiertage.»

 

 

Kresnik Mena, Lernender Metallbau, feiert als Moslem keine Weihnachten. Trotzdem hat das Jahresende eine besondere Bedeutung für ihn. 

 

 

 «In unserem Glauben gibt es Weihnachten nicht. Aber ich finde diese Zeit trotzdem sehr schön. Ich habe viele Kolleginnen und Kollegen, die das Fest traditionell feiern. Obwohl ich selbst einen anderen Glauben habe, besteht eine Verbundenheit: Ich kann Weihnachten mit ihnen fühlen. Ausserdem mag ich die Weihnachtsmärkte, wenn sie denn stattfinden, und die ganze Beleuchtung. Wir haben zuhause auch Lichterketten auf dem Balkon. Für mich sind die Feiertage aber vor allem eine Gelegenheit, Zeit mit der Familie zu verbringen. Normalerweise fahren wir in die alte Heimat nach Mazedonien und besuchen dort meine Onkel und Tanten. Aber das ist dieses Jahr leider nicht möglich. Eine spezielle Bedeutung werden die Feiertage für mich auch deshalb immer haben, weil ich im vergangenen Jahr in den Weihnachtsferien zum letzten Mal meine Grossmutter sehen konnte.»   

 

 

Mario Balta, Teamleiter Produktion Solarsysteme, feiert mit seiner Familie traditionelle Weihnachten. «Bei uns läuft alles ganz traditionell ab: mit Baum, Festessen, vielen Geschenken und normalerweise auch mit der Mitternachtsmesse. Ein paar Bräuche, die man hier nicht unbedingt kennt, haben wir aus unserer Heimat Kroatien mitgebracht. Zum Beispiel essen wir am Heiligabend kein Fleisch. Dafür gibt es am 25. Dezember einen speziellen Festbraten: Ein Spanferkel, das ich direkt vom Bauern hole. Zusammen mit fünf Kisten Buchenholz bringen wir es zu einer Grillstelle in den Wald und bereiten es dort für das Festessen am Weihnachtstag zu. Vor allem das Drumherum macht Spass: Beim Grillen stossen wir zum Beispiel mit Slivovic an. Wir werden auch oft von Passanten gefragt, was wir da machen. Vor zwei Jahren haben wir einer Familie, die ganz begeistert war, ein Stück abgeschnitten. Geschenke gibt es bei uns auch – eigentlich erst am Weihnachtsmorgen. Aber unsere drei Kinder halten es nicht so lange aus. Deshalb machen wir die Geschenke immer schon am Heiligabend nach dem Essen auf. Speziell ist bei uns auch, dass unser ältester Sohn am 26. Dezember Geburtstag hat. Dann steht schon die nächste grosse Feier an.»

 

 

Fernanda Ferreira Paixão, Metallbaukonstrukteurin, lässt die Weihnachtstraditionen ihrer Grossmutter aufleben. «Ich liebe die Adventszeit. Meine Wohnung habe ich schon im November dekoriert. Jetzt fehlt nur noch der Schnee – der gehört für mich einfach dazu. Bis ich zwölf war, habe ich in Brasilien gelebt. Die Weihnachtstraditionen sind dort ganz ähnlich, aber die Stimmung ist eine ganz andere, weil Sommer ist. Die weihnachtliche Atmosphäre, die hier durch Kälte und Schnee entsteht, gefällt mir viel besser. Früher haben wir den Heiligabend immer bei meiner Grossmutter gefeiert. Sie hat Fondue Chinoise gemacht und viele kleine Rituale gepflegt. Zum Beispiel hat sie vor der Bescherung und dem Essen immer eine Geschichte vorgelesen. Das war wunderschön. Diesen Weihnachtszauber möchte ich an meinen zweijährigen Sohn weitergeben. Ich mache Fondue Chinoise für meine Familie, lese eine Geschichte vor und halte die Traditionen meiner Grossmutter aufrecht. Allerdings erst am 25. Dezember. Den Heiligabend feiern wir bei der Familie von meinem Freund.»

 

 

 


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