Die Ernst Schweizer AG Webseite verwendet Cookies. Erfahren Sie mehr in unseren Datenschutzhinweisen

Akzeptieren

Kontakt   ¦   Service   ¦   Stellen   ¦   Medien   ¦   Kunden-Login

Newsdetail

Donnerstag 11. Juni 2020 08:44Alter: 32 days

Serie: Wir sind Schweizer

+ + + Von der Lehre bis zur Pensionierung bei der Ernst Schweizer AG: Erich Grond

100 Jahre Schweizer – 50 davon hat Erich Grond als Mitarbeiter in verschiedenen Funktionen aktiv mitgestaltet.

 

Als kleiner Bub hat Erich Grond auf dem Unternehmensgelände von Schweizer gewohnt und gespielt. Gelegentlich durfte er seinen Vater sogar in die Fabrik begleiten. Als Jugendlicher gab er den Anstoss, dass Schweizer zum Ausbildungsbetrieb wurde – und absolvierte hier als erster Auszubildender die Lehre. Über Jahrzehnte hinweg prägte Erich Grond das Unternehmen mit. So manche Innovation geht auf seine Ideen zurück. 50 Jahre später steht die Pensionierung kurz bevor. Erich Grond blickt auf ein ganzes Berufsleben und eine enge Verbindung zum Unternehmen zurück, während sich sein Enkel auf den Lehrabschluss bei Schweizer vorbereitet. Erich Grond ist ein Teil von Schweizer. Mit seiner Geschichte starten wir die Serie «Wir sind Schweizer». Lernen Sie die Menschen hinter der Fassade, hinter den Fenstern, Falt- und Schiebwänden, Briefkästen und Solarsystemen kennen.

 

Erich, nach 50 Jahren bei der Ernst Schweizer AG gehst du nun in Pension. Was bedeutet das Unternehmen für dich?

Erich Grond: Es ist ein Teil von mir. Für mich ist Schweizer ein Vorzeige-Unternehmen: Schaut auf die Umwelt, ist sehr innovativ, bringt immer neue Produkte auf den Markt. Ich bin froh, dass ich so lange ein Teil davon sein konnte.

 

Wie bist du ins Unternehmen gekommen?
Als Jugendlicher kannte ich den damaligen technischen Leiter. Er hat im gleichen Haus wie wir gewohnt, direkt hinter dem Unternehmensgelände. Ich habe oft gesehen, wie er am Reissbrett Pläne zeichnet. Das hat mich enorm fasziniert.

 

Und deshalb hast du dich für eine Lehrstelle beworben?

Ganz so einfach war es nicht. Damals gab es noch gar keine Lehrstellen bei Schweizer. Der technische Leiter hat sich dafür stark gemacht, dass ich die Lehre hier machen konnte. So ist Schweizer zum Ausbildungsbetrieb geworden. 1970 durfte ich dann als Erster die Lehre zum Metallbaukonstrukteur antreten – zusammen mit einem zweiten Lehrling, aber der hat nach einem Jahr abgebrochen. Heute haben wir mehr als 40 Lernende im Betrieb und bilden in zehn Berufsbildern aus.

 

Dann ist die enge Verbindung zu Schweizer bereits in deiner Lehrzeit entstanden?

Eigentlich sogar noch früher.

 

Wie das?
Ich bin praktisch mit Schweizer aufgewachsen. Mein Vater hat hier gearbeitet, meine Mutter und mein Onkel. Als kleiner Bub habe ich mit meiner Familie hier auf dem Gelände gewohnt – in einem Haus, das inzwischen zum Hauptsitz des Unternehmens gehört. Eine Zeit lang hatte ich meinen Arbeitsplatz dort, wo ich als Kind gespielt habe.

 

Erich Grond vor dem «Bauernhaus». Als kleiner Bub hat er zusammen mit seiner Familie im ersten Stock gewohnt, später hatte er im gleichen Gebäude sein Büro. Im ehemaligen Wohnhaus sind inzwischen Büros und Schulungsräume von Schweizer untergebracht. Die Glasfaltwand im Erdgeschoss hat Erich Grond selber mitentwickelt und auf den Markt gebracht.

 

Hättest du bei deiner Einstellung gedacht, dass du 50 Jahre später hier pensioniert wirst?

An die Pensionierung habe ich damals noch nicht gedacht. Ich hätte schon nicht erwartet, dass ich mein ganzes Berufsleben hier verbringe.

 

Was hat sich in den 50 Jahren am meisten verändert?
Die Anforderungen im Baugewerbe. Ökologie und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger. Es gibt eine Menge Vorschriften, die man einhalten muss, gleichzeitig muss aber alles schnell und einfach gehen. Für uns heisst das, dass es viel mehr Wissen braucht, um einen guten Job zu machen. Auch intern haben wir uns unglaublich weiterentwickelt.

 

Wie hast du diese Entwicklung wahrgenommen?
Ich habe alle drei Generationen der Unternehmensführung erlebt: Bei Ernst Schweizer habe ich angefangen, dann hat Hans Ruedi Schweizer übernommen und Ende 2019 hat er die Unternehmensleitung an seinen Sohn Samuel übergeben. Als Hans Ruedi Schweizer in die Firma gekommen ist, hat sich das Unternehmen sehr gewandelt: Ökologie ist stark in den Vordergrund gerückt. Als Solarpionier hat er einen neuen Geschäftsbereich aufgebaut. Das war eine sehr gute Sache. Wir haben uns vom Metallbauunternehmen zum Vorreiter im ökologischen Bauen entwickelt. Das macht mich stolz.

 

Du hast in ganz verschiedenen Funktionen zu dieser Entwicklung beigetragen. Was waren deine persönlichen Meilensteine?

Jeder Abschnitt hat seine besonderen Meilensteine. Nach der Lehre war ich technischer Zeichner im Fassadenbereich. Wir haben in einem Dreierteam an den gleichen Projekten gearbeitet. Das war eine sehr schöne Zeit. Eins der schönsten Projekte war eine Fassade in Gabun. Es war nicht mal die Fassade selbst, die so speziell war, sondern das ganze Drumherum. Faszinierend war nur schon, wie wir die fertigen Elemente in Kisten verpacken und auf dem Seeweg nach Gabun liefern konnten.

 

Wenig später hast du dann erstmals ein eigenes Team übernommen – ebenfalls ein wichtiger Meilenstein?

Absolut. Als Anfang der 80er-Jahre der Rennovationsboom kam, haben wir ein neues Team geschaffen, dass sich speziell um die kleinen Aufträge im Bereich Fenster und Türen kümmert. Ich durfte 1982 die Teamleitung übernehmen. Das Schöne an dieser Zeit war, dass wir viele Innovationen entwickelt und auf den Markt gebracht haben.

 

Auf welche Innovationen bist du besonders stolz?

Da gab es einige. Etwas Besonderes war sicher, dass wir die erste Glasfaltwand auf den Markt bringen konnten, die Vorgängerin der US-2000. Und dann natürlich die erste isolierte Glasfaltwand, die Vorgängerin der IS-4000: Die haben wir 1989 auf den Markt gebracht. Heute sind die Glasfaltwände natürlich viel weiter. Aber damals waren das bedeutsame Entwicklungen.

 

Gab es noch andere wichtige Entwicklungen, die du vorangetrieben hast?

Ich durfte damals unser Partnernetz aufbauen. Das war für mich eine wunderbare Aufgabe. Der persönliche Kontakt hat mir sehr gut gefallen. Herauszufinden, was für Partner zu unserem Unternehmen passen – das war sehr spannend.

 

Hast du auch schwierige Momente erlebt?

2010 gab es eine Reorganisation, mit der ich Mühe hatte. Aber am Ende hat sich daraus eine neue Chance entwickelt. Ich habe danach den Export übernommen, was absolutes Neuland für mich war. So konnte ich mich wieder weiterentwickeln und etwas Neues aufbauen.

 

Inzwischen bist du als Verkaufsberater in der Innerschweiz unterwegs. Wie kam das?

Als Export-Leiter bin ich sehr viel gereist. Das war grossartig, aber irgendwann war es an der Zeit, wieder dauerhaft in die Schweiz zurückzukommen. Damals war gerade eine Stelle als Verkaufsberater in der Innerschweiz frei. Also habe ich mich beworben. In den letzten Jahren durfte ich das schönste Gebiet der Schweiz betreuen und hier wieder etwas Neues aufbauen.

 

Was war dir dabei besonders wichtig?

Die Kundenbindung. Jemandem einmal etwas zu verkaufen, ist keine Kunst. Mir ging es immer darum, eine langfristige Beziehung zu den Kunden aufzubauen, von der beide Seiten profitieren. Ich denke, das ist mir gelungen.

 

Wie hast du es geschafft, diese enge Kundenbindung aufzubauen?
Wenn der Kunde etwas will, machen wir es möglich. Natürlich können wir nicht alle Wünsche erfüllen. Doch was machbar ist, das machen wir auch. Ausserdem hören wir zu, reagieren schnell und sind gut erreichbar.

 

In 50 Jahren hast du zahlreiche Objekte betreut. An welche erinnerst du dich besonders gerne zurück?

Es gab so viele – und jedes ist auf seine Art besonders und einzigartig. Zu den herausragenden Objekten der letzten Jahre gehört sicher das Schloss Elmau, wo 2015 der G7-Gipfel stattgefunden hat. Wir durften das Schloss mit Falt- und Schiebwänden ausstatten. Speziell waren auch das Sony Center in Berlin, ein Projekt für den sozialen Wohnungsbau in München und ein ganzes Einfamilienhaus, das komplett mit Faltwänden ausgestattet wurde, in Stuttgart. Ich könnte noch lange so weitermachen.

 

Was wirst du nach deiner Pensionierung am meisten vermissen?

Den Kontakt zu den Kunden. Das hat mir viel Freude bereitet.

 

Wie haben deine Kunden auf die Nachricht von deiner Pensionierung reagiert?

(lacht) Ein paar haben gefragt, ob sie mich weiterhin anrufen dürfen, wenn sie Fragen haben. Das dürfen sie natürlich. Mit meinem Nachfolger bin ich derzeit auf Vorstellungstour.

 

Wie wird das Leben ohne Schweizer aussehen?

Ich freue mich sehr auf mehr Zeit mit meiner Familie, auf das Skifahren im Winter und das Velofahren im Sommer. Die Verbindung zu Schweizer wird bestehen bleiben. Allein schon, weil mein Enkel Noah die Familientradition fortführt. Er schliesst hier demnächst seine Lehre als Logistiker ab.


Events

02.09.2020

AEE SUISSE Kongress 2020

© 2020 Ernst Schweizer AG  ¦  Telefon +41 44 763 61 11  ¦