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Freitag 06. November 2020 08:15Alter: 27 days

Markus Wicki ist Gastgeber aus Leidenschaft

+ + + Aussergewöhnliche Architektur, aussergewöhnliche Brüder

Integration, Verbundenheit, Harmonie. Dafür steht das Hotel Hirschen in Oberkirch (LU). Und das sieht man dem sanierten und erweiterten Traditionsbetrieb auch von aussen an. Das historische Gasthaus – es ist eines der ältesten der Schweiz – steht stolz und authentisch für sich. Dennoch ist es architektonisch geschickt mit den neuen Elementen des Seminar- und Kongresshotels verbunden. Das verbindende Element in der Architektur ist das riesige Panoramafenster von Schweizer. Das verbindende Element im Haus ist Markus Wicki: Gastwirt aus Leidenschaft, Integrator aus Überzeugung.

 

«Drei Brüder à la carte»

Nicht nur Markus Wicki geht im Familienbetrieb auf, sondern auch seine Brüder Thomas und Andreas. Dass die beiden mit Trisomie 21 geboren wurden, ist für Markus Wicki nebensächlich: «Die Frage ist doch: Würde ich an ihrer Stelle lieber in einer Institution leben und arbeiten oder bei meinem Bruder im Familienbetrieb? Ich wäre lieber bei meinem Bruder.» Thomas und Andreas sind voll integriert. Als Brüder. Als Mitarbeiter. Jeder hat seine Aufgaben und seinen Verantwortungsbereich. Ihre Arbeit macht den beiden Männern Freude – und sie gibt ihnen einen Sinn. «Wir alle brauchen eine Aufgabe», sagt Markus Wicki und fügt an: «Meine Brüder machen einen guten Job. Sie sind genauso ein Teil des Hirschen wie ich.» Für diese Integrationsleistung ist der Gastronom nicht nur in der Zentralschweiz bekannt. Vor acht Jahren sorgte der Kinofilm «Drei Brüder à la carte» in der Schweiz, aber auch international für Aufsehen. Die Dokumentation zeigt, wie die drei Brüder das Hotel betreiben.

 

 

Architektonische Glanzleistung

Auch heute arbeiten Markus, Thomas und Andreas noch Hand in Hand und zaubern eine ganz besondere Herzlichkeit in den Hirschen. Doch der Betrieb hat sich inzwischen weiterentwickelt. Aus dem Traditionslokal mit ein paar Gästezimmern ist ein 4-Sterne-Superior-Hotel mit 38 luxuriösen Zimmern geworden. «Das frühere Konzept war nicht mehr zukunftsfähig. Ich hatte die Wahl: entweder verkleinern oder massiv vergrössern», erklärt Markus Wicki. Er hat sich für Letzteres entschieden und den Hirschen zum Seminar- und Kongresshotel ausgebaut. Über einen Architekturwettbewerb fand Wicki das zukunftweisende Konzept, mit dem er seine Pläne wahr werden lassen konnte. Es erhält den historischen Gasthof als eigenständiges Objekt in einem harmonischen Gefüge mit dem Neubau. Der Pavillon mit den grossen Schiebetüren von Schweizer spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie kommen mit einem Minimum an Rahmen aus, so dass nichts die Sicht versperrt. Vom Ergebnis ist Markus Wicki begeistert: «Das Architekturbüro hat das gerissen gelöst: Der Pavillon ist die einzige Verbindung. Aber durch die grossflächigen Fenster ist immer noch das Gasthaus zu sehen. Deshalb steht das historische Gebäude für sich und ist dennoch voll integriert. Und im lichtdurchfluteten Gastraum entsteht ein herrliches Ambiente.»

 

 

 

Und dann kam Corona

Beste Voraussetzungen für einen idealen Start nach der Neueröffnung – wenn da nicht die Coronakrise wäre. Schon kurz nach der Fertigstellung des Millionenprojekts hat das Virus die Welt verändert. Kongresse und Seminare können aufgrund der aktuellen Lage kaum noch stattfinden. Dementsprechend tief ist die Auslastung des Hotels. Eine belastende Situation für den Gastronomen: «Damit haben wir natürlich nicht gerechnet. Das ist eine sehr schwierige Situation. Aber wir werden auch diese Krise meistern.» Es ist nicht die erste, die der Hirschen in seiner 400-jährigen Geschichte durchgestanden hat.

 

 

 

An Thomas und Andreas geht die Coronakrise weitgehend vorbei. «Sie nehmen wahr, dass sich das Leben geändert hat, aber es geht ihnen gut», erzählt Markus Wicki. Nur eins war für die Brüder anfangs schwierig: Dass sie auf die gewohnten und für sie so wichtigen Begrüssungsrituale verzichten müssen. Denn Herzlichkeit wird gross geschrieben im Hotel Hirschen – erst recht bei Thomas und Andreas. Inzwischen haben die Brüder neue Begrüssungsrituale entwickelt und sich an die Corona-Regeln gewöhnt. Und auf die Unterstützung von ihrem Bruder Markus können die beiden jederzeit zählen. «Ich glaube an uns und an dieses einzigartige Haus. Irgendwann normalisiert sich das Leben wieder und dann werden wir auch mit dem Hotel richtig durchstarten», sagt er. Bis dahin werden sich die «drei Brüder à la carte» nicht unterkriegen lassen und ihre Gäste weiter mit ihrer mitreissenden Leidenschaft bewirten.

 


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